Reiseberichte

Sprach- und Kulturreise der 6B nach Nizza (02.–06.09.2017)

veröffentlicht um 15.10.2017, 12:43 von Georg Haschek   [ aktualisiert: 15.10.2017, 12:44 ]

Les impressions du séjour linguistique et culturel des élèves de la 6e B

Die SchülerInnen der 6B schildern ihre Eindrücke der Sprach- und Kulturreise in Nizza (02.–06.09.2017)

Stadtrundgang in Nizza

Nach unserer Ankunft in Nizza und dem Kennenlernen der Gastfamilien machten wir einen Stadtrundgang durch Nizza. Besichtigt wurden Teile der ville nouvelle (neuen Stadt) und die vieille ville (Altstadt). Da der Rundgang am späten Nachmittag stattfand, konnten wir den Sonnenuntergang aus vielen verschiedenen Blickwinkeln genießen, von der Promenade des Anglais (Uferstraße) und der colline de Nice (Hügel von Nizza). Zu den verschiedenen Sehenswürdigkeiten machten wir SchülerInnen Präsentationen auf Französisch, Spanisch und Deutsch. Das liegt daran, dass nicht nur Französischlernende an der Reise teilnahmen und alle TeilnehmerInnen alles verstehen sollten. Dadurch lernten wir viel über die Geschichte Nizzas und andere landeskundliche Besonderheiten.

Laetizia Glassl


Meine Gastfamilie

Unsere Gastmutter war sehr aufmerksam und lieb. Außerdem hat sie immer versucht, alles verständlich zu erklären, wenn nötig auch mit Händen und Füßen, was sehr herzig war. Das Zimmer war echt schön und hatte ein Riesenfenster, von dem man auf Grund der Lage im 4. Stock einen wunderschönen Blick über die Dächer von Nizza hatte. Besonders gefreut habe ich mich über die sehr zentrale Lage zwischen dem Meer und der place Masséna. Zum Glück war auch das Essen eine Gaumenfreude.

Raphaela Fichtinger


Èze village et le Jardin exotique d’Èze

Am Dienstag fuhren wir in die wunderschöne Gemeinde Èze zwischen Nizza und Monaco, die hoch oben auf einem Hügel liegt. Wir waren in der Parfümerie Fragonard, wo wir eine Führung mit einer sehr netten Dame hatten. Danach besichtigten wir den mittelalterlichen Stadtkern Vieux Èze. Ganz oben auf dem Gipfel hatten wir einen hervorragenden Blick auf das Meer und die Côte d’Azur. Dort befindet sich der Jardin exotique d'Èze (Exotischer Garten), wo es viele verschiedene exotische Pflanzenarten und künstliche Wasserfälle gibt, aber ganz besonderes stechen einem die unzähligen Kakteen ins Auge.

Lisa Zdziarska und Helin Köseoglu


Monaco

Il faisait très beau à Monaco. Le soleil brillait quand nous avons visité le casino de Monte-Carlo et nous sommes passés devant les hôtels luxueux. On ne doit pas oublier de mentionner les yachts qu’on a vus dans le port de Monaco et les voitures chères. Le tour de ville était épuisant mais on pouvait se faire une idée de l’ensemble de Monaco. La vue était géniale, le ciel et la mer avaient de différentes nuances de bleu. Après la visite du musée océanographique nous sommes retournés dans un train qui était bondé.

Viktoria Schwanzer


Le musée océanographique de Monaco

Wir sind durch die Altstadt von Monaco zum musée océanographique (Meeresmuseum) gelangt. Im Keller des Museums gibt es ein Aquarium mit vielen Fischen, Quallen und anderen Meerestieren. Im oberen Stock befindet sich das Museum, in dem verschiedene Ausstellungen zu sehen sind. Als wir dort waren, gab es eine Ausstellung eines zeitgenössischen Künstlers, der sich mit dem Thema Meer und Meerestieren beschäftigt. Wir hatten das Glück, zur vollen Stunde an Ort und Stelle gewesen zu sein, um seine Lichtershow sehen zu können. Am Dach des Museums gibt es eine Aussichtsplattform, von der man schön auf das Meer blicken konnte. Dort oben war auch eine Skulptur eines sehr großen Hais ausgestellt.

Diana Franco Camacho 


MAMAC (Musée d’Art Moderne et d’Art Contemporain)

Am Donnerstag besuchten wir das MAMAC. Eine Stunde lang durften wir durch die Stockwerke schlendern, um uns die Werke der nouveau réalistes anzuschauen. Einige KünstlerInnen hatten wir zuvor in den BE-Stunden schon kennengelernt. Es war trotzdem etwas Besonderes, deren Werke mit eigenen Augen zu sehen. Den Rest der Zeit verbrachten wir damit, uns ein Gemälde auszusuchen, einen kurzen Präsentationstext auf Französisch darüber zu verfassen und anschließend zu besprechen. Es war sehr spannend, sich so auf die Kunstwerke einlassen zu können.

Magdalena Ondrasch


Musée Chagall et Musée Matisse

Während meine Mitschülerinnen den Französischsprachkurs besuchten, hatte ich die Ehre, mit Frau Prof. Danner und Frau Prof. Orel in Nizza in verschiedene Museen zu gehen. Unter anderem besuchten wir das Musée national Marc Chagall und das Musée Matisse de Nice, das zugleich das Wohnhaus von Henri Matisse war. Gleich neben diesem Museum befinden sich die römischen Ausgrabungsstätten von Nizza. Ich hatte daher die Möglichkeit, auch die alte Arena von Nizza zu durchwandern.

Anfangs war ich aufgeregt, doch mit den Lehrerinnen die Werke und deren Entstehungsgeschichten zu besprechen, war eine echte Bereicherung. Ich selbst habe sehr viel gelernt und danke beiden Lehrerinnen für diese Erfahrung.

Fabian Götze


Trip to Devon and Cornwall

veröffentlicht um 07.11.2016, 04:53 von Georg Haschek

From September 23rd to September 30th, 2016 students from 6A and 6B and two teachers (Prof. Ryba and Prof. Gruber) spent a project week with a focus on environmental topics in Barnstaple, Devon.

Our trip started with two amazing day trips. On Saturday we went to see the Eden Project, where we split up into groups to explore the two giant biomes, one showing a rainforest, the other one a mediterranean environment. The next day we visited Tintagel, known as the legendary King Arthur's birthplace. After getting information about King Arthur and his knights in the Great Hall, we were fascinated by the breathtaking scenery with all the high cliffs. The wind and changeable weather (sunshine and rainy spells, with some lovely rainbows) made the climb a real adventure. Unfortunately we could not walk over to Merlin's cave because the tide was high. It was a great surprise for us that Naomi, who had left our school at the end of June and is now living in London, came to join us for the weekend trips.

For the rest of the week we attended a language school in the mornings, doing project-based work with our teachers Tim and Roy. At the end of the course we had to give presentations about various environmental topics based on the results of interviews we had to do with local people in Main Street.

On Monday afternoon we were taken on a tour of Barnstaple by our guide,Tom. Wearing Victorian-style clothes and performing the role of a town crier, he gave us insights into the town's interesting history. He did a great job despite the rain and strong wind.

We all enjoyed the afternoon trips to Braunton Burrows with its impressive sand dunes, which proved ideal for various challenging tasks the ranger set us and to Tapeley Park, the home of Hector Christie, an environmental activist, where our guide Helen informed us about permaculture gardening. In between we spent time on the beach experiencing the changing of the tides, sometimes getting quite wet in the process.  

Staying with our host families, who really made us feel welcome, we got a taste of English hospitality and lifestyle.
We definitely enjoyed this week in the UK!

Zeina El Husseini, Sophie Kraft, Maya Muilerman (6B)


Reisebericht der 6A – LA CÔTE D’AZUR (20.9.15–26.09.15)

veröffentlicht um 04.10.2015, 12:04 von Georg Haschek   [ aktualisiert: 04.10.2015, 12:04 ]

Tag 1 – Sonntag, 20.09.2015

Am Nachmittag kamen wir am Flughafen in Nizza an. Jeder von uns wurde freundlich begrüßt und von der Gastfamilie abgeholt. Wir trafen uns später alle am Bahnhof von Nizza, um gemeinsam die Stadt zu besichtigen. Jeder von uns hatte ein kleines Referat zu verschiedenen Orten und Sehenswürdigkeiten in Nizza vorbereitet. Wir besichtigten den Schlosshügel (La Colline du Château), den Justizpalast, den Place Masséna, die Basilika Notre-Dame de Nice und viele andere interessante Plätze. Danach aßen wir mit unseren Gastfamilien zu Abend und machten dann noch einen kleinen Spaziergang durch die Stadt. Schließlich fielen wir alle erschöpft von der Reise und der Besichtigung müde ins Bett. 
(Dominika und Thomas 7A)

Tag 2 – Montag, 21.09.2015 

Am Montag mussten wir früh aufstehen, da ausgemacht war, dass wir uns mit den anderen um 8:55 vor der Sprachschule treffen. Obwohl wir noch nicht mit dem Stadtplan wirklich vertraut waren, fanden wir die Schule ohne größere Probleme, vor allem dank unserer Gastmutter, die uns den Weg sehr deutlich beschrieben hatte. 
Nachdem wir in zwei Gruppen aufgeteilt worden waren und unsere Lehrerinnen kennengelernt hatten, berichtete uns unsere Lehrerin über die Geschichte, die Traditionen und das Leben in Nizza und ließ uns dann über Österreich erzählen.
Nach einer kurzen Mittagspause trafen wir uns wieder mit unseren ProfessorInnen und fuhren anschließend mit dem Bus nach Èze. Dort besuchten wir zuerst die Parfümfabrik „Fragonard“, wo wir im Rahmen einer Führung viele interessante Informationen erhielten und danach verschiedene Cremen, Seifen und Parfums testen sowie Souvenirs kaufen konnten.
Kurz darauf besuchten wir den botanischen Garten, von dem man aufgrund seiner hohen Lage eine ungewöhnlich schöne Aussicht auf das Meer hatte. Der Weg hinauf war zwar anstrengend, aber es hatte sich auf jeden Fall gelohnt. Dort hatten wir dann eine Stunde Freizeit und konnten uns alles in Ruhe anschauen.
Zum Abendessen fuhren wir nach Hause zu unserer Gastfamilie und trafen uns dann wieder mit den anderen am Place Masséna und gingen anschließend alle zusammen ans Meer.
(Lilith und Ioanna 7A)

Tag 3 – Dienstag, 22.09.2015 

Am Dienstag nach dem Unterricht trafen wir uns am Bahnhof von Nizza, um uns auf den Weg nach Monaco zu machen. In der Sprachschule hatten wir gehört, dass Monaco nicht jedermanns Sache ist, also waren wir alle sehr gespannt.
In Monaco angekommen, machten wir uns erst einmal auf den Weg zum Casino. Hinein durften wir jedoch nicht, also gingen wir weiter. Auf der Straße zählten wir die Botox-Lippen und Limousinen, um uns abzulenken und dadurch den lange Gehweg kürzer erscheinen zu lassen. Nachdem wir einige Stufen erklommen hatten, erreichten wir das Schloss, das sehr schön war, wo wir jedoch nicht sehr lange verweilten, weil unser eigentliches Ziel das Musée Océanographique (Meeresmuseum) war. Dort gab es faszinierende Meerestiere zu sehen. Wir konnten uns an den vielen verschiedenen Fischarten kaum sattsehen. Am Ende der Besichtigung durften wir sogar kleine Haie streicheln. Erschöpft von dem Tag, setzten wir uns am Dach des Museums kurz hin und genossen die Aussicht.
Nach der kleinen Pause traten wir unseren Weg zum Bahnhof von Monaco an. Wir jammerten schon ein wenig wegen des langen Fußmarsches, doch da wir vor der Abfahrt des Zuges noch viel Zeit hatten, gingen wir prompt noch eine Runde, um uns ein Motorradgeschäft anzusehen. Erleichtert atmeten wir alle auf, weil wir eine Rolltreppe sahen, die uns ein bisschen näher in Richtung Bahnhof bringen würde. Doch die Rolltreppe stand still. Also gingen wir sie, nicht ohne weiteres Jammern, hinauf. Als Herr Professor Kainz allerdings die Treppe verließ, setzte sie sich in Bewegung, jedoch in die entgegengesetzte Richtung! Also fing die gesamte Gruppe an, die Rolltreppe hinauf zu joggen. Geschafft und mit Tränen in den Augen vor Lachen, kamen wir dann doch irgendwann oben an und machten uns auf den relativ unspektakulären Heimweg zurück nach Nizza. 
(Lena und Paula 7A)

Tag 4 – Mittwoch, 23.09.2015 

Nachdem wir sehr lehrreiche drei Stunden in unserer Sprachschule „France-Langue“ verbracht hatten, gingen wir etwas essen und trafen uns danach am Place Masséna. Dieser Platz ist eines der Wahrzeichen Nizzas und ein sehr schöner Ort, an dem man den Brunnen „La Fontaine du Soleil“ bewundern und die Sonne genießen kann. Wir hatten an diesem Tag kein weit entferntes Ziel vor uns, sondern machten eine Exkursion durch eines der wichtigsten Museen Nizzas, das MAMAC (Le Musée d’Art Moderne et d’Art Contemporain). Es ist ein Museum der modernen und zeitgenössischen Kunst, welches viele Werke berühmter KünstlerInnen wie beispielsweise Yves Klein beherbergt. Jeder musste sich ein Werk aussuchen und dazu eine kleine Präsentation auf Französisch oder auf Russisch halten. Mich persönlich hat „Hard Hearts“ des US-amerikanischen Künstlers Jim Dine sehr berührt. Abgesehen davon, dass ich Ölgemälde im Allgemeinen äußerst ansprechend finde, hat mir die Farbauswahl unglaublich gut gefallen. Außerdem bot Frau Professor Orel uns eine exklusive Privattour an, die wir natürlich in vollen Zügen genossen und aus der wir eine Menge über zeitgenössische Kunst, Malerei und Architektur gelernt haben.
(Ayham und Piotr 7A)


Tag 5 – Donnerstag, 24.09.2015 

Am Donnerstag fuhren wir nach dem Unterricht gemeinsam als Gruppe mit dem Zug nach Antibes. Vor Ort schleppten wir uns in der Mittagshitze durch die Stadt zum Picasso-Museum. Nach der Besichtigung der Ausstellung erfolgte ein kurzes gemeinsames Eisessen, worauf dann eine Wanderung durch die Stadt in Richtung Bahnhof folgte, wo wir in den nächsten Zug nach Cannes stiegen. An jenem Ort besichtigten wir, leider nur von außen, das Filmfestspielhaus (Palais des Festivals et des Congrès), in welchem die Filmpreise verliehen werden, und starteten, nach einem langen Spaziergang entlang der Croisette, den Aufstieg auf den Hügel (La Colline du Suquet) im historischen Zentrum der Stadt, von wo aus man einen herrlichen Blick auf das Meer und die Berge hatte. Nach dem Abstieg besichtigten wir die Innenstadt und fuhren danach gemeinsam wieder nach Nizza.
(Moritz und Jan 7A)


Tag 6 – Freitag, 25.09.2015 

Der Freitag war gekommen und somit auch unser letzter Tag vor der Abreise. In der Schule beschäftigten wir uns unter anderem damit, auf Französisch Spiele zu spielen, und bereiteten ein Quiz für unsere ProfessorInnen vor. Danach gingen wir gemeinsam mit Frau Prof. Orel und Herrn Prof. Kainz Crêpes essen. Egal ob süß oder salzig, die Auswahl war riesig, und alles schmeckte wunderbar.
Mit vollem Magen führten uns die ProfessorInnen wieder einmal auf den Schlosshügel (La Colline du Château), um uns das „Monument aux Morts“ zu zeigen. Wie sich später herausstellte, befindet sich das Monument am Fuße des Hügels, was bedeutet, dass der anstrengende Aufstieg nicht nötig gewesen wäre. Doch unsere beiden ProfessorInnen waren unermüdlich und hatten es, wenn auch mithilfe einer kleinen List, geschafft, die gesamte Gruppe sportlich zu betätigen. Der Anstieg hatte sich trotzdem gelohnt, da wir am künstlichen Wasserfall (La Cascade Artificielle), der in allen Regenbogenfarben leuchtete, vorbeikamen.
Ein Besuch in der Schokoladenfabrik „Florian“ war der nächste Punkt auf der Programmliste. Uns wurde gezeigt, wie Schokolade, Bonbons und Konfitüre hergestellt werden, und wir bekamen sogar Kostproben von verschiedenen Süßigkeiten. Danach spazierten wir durch die große Einkaufsstraße, um Souvenirs für FreundInnen und Verwandte zu kaufen. 
Unseren letzten Abend verbrachten wir in der Nähe des Meeres, wo wir die letzten warmen Stunden im Süden Frankreichs genossen.
(Nikolas und Mathias 7A)

Tag 7 – Samstag, 26.09.2015 

Am Samstag konnten wir ausnahmsweise länger schlafen, da wir uns mit den ProfessorInnen erst um 12 Uhr am Bahnhof trafen. Da Lena und ich aber unsere Koffer noch packen mussten, bekamen wir nicht viel mehr Schlaf als sonst. Um 10:00 beschlossen wir, noch ein letztes Mal an den Strand zu gehen. Dies ist einer der vielen Orte in Nizza, die ich sicherlich vermissen werde.
Der Abschied von unserer Gastfamilie war sehr herzlich. Sie rieten uns, nicht mit dem Französischsprechen aufzuhören und weiterhin brav zu lernen; ganz im Sinne unserer Frau Professor!
Als wir schließlich alle am Bahnhof zusammentrafen, nahmen wir einen Bus, mit dem wir zum Flughafen gelangten. Dort angekommen, gaben wir unsere Koffer ab und stiegen schlussendlich in ein Flugzeug, welches uns sicher nach Wien zurückbrachte. 
Unsere letzte Sprachreise war ein ganz besonderes Erlebnis, und ich bin mir sicher, dass wir alle noch sehr lange an sie denken werden und die Erfahrungen, die wir dort machten, uns ein Leben lang begleiten werden.
(Lea 7A)

Èze village
Èze_jardin exotique
Montag_Place Masséna
Picasso Museum in Antibes
Place Masséna


Abenteuer Russland 2015 – Schüleraustausch der 7A/B

veröffentlicht um 13.05.2015, 01:54 von Georg Haschek   [ aktualisiert: 14.05.2015, 05:03 ]

Samstag, 11. April 2015

Am 11. April um 8:15 Uhr trafen sich einige SchülerInnen der 7A und 7B mit Frau Prof. Orel und Herrn Prof. Kainz am Flughafen in Wien. Nachdem alle ihre Koffer aufgegeben und eingecheckt hatten, wurden die letzten Umarmungen mit der Familie ausgetauscht und nun begann das große Abenteuer Russland. Die Security-Kontrolle war schnell hinter uns gebracht, und schon saßen alle im Flugzeug. Während manche von uns noch versuchten, die letzten brauchbaren Vokabeln ins Gedächtnis zu bekommen, überhäufte Frau Prof. Orel uns mit ihrem Arbeitsauftrag für die Russlandwoche. Aber das waren wir ja schon gewohnt… ;) 

Nachdem wir auch auf russischem Boden die Kontrollen hinter uns gebracht hatten und wir unsere Koffer geholt hatten, stieg die Nervosität an. In Kürze sollten wir unsere Gastfamilien kennenlernen und gleich das ganze Wochenende mit ihnen verbringen. Schneller als es uns lieb war, gingen wir Richtung Ausgang. Doch alle Sorge war umsonst, denn wir wurden sehr herzlich von den Austauschschülerinnen begrüßt. Nach nicht allzu langer Zeit löste sich unsere Gruppe schließlich auf, und wir sagten uns erstmals Lebewohl. 

Doch wir sahen uns schneller wieder als gedacht, da sich wohl alle Russinnen überlegt hatten, mit ihren Gästen den Nachmittag am Newski-Prospekt, der Hauptstraße St. Petersburgs, zu verbringen. So verbrachten wir alle gemeinsam einen lustigen ersten Nachmittag in Russland.
Elena und Ferdi (7B)

Sonntag, 12. April 2015

Nachdem am Samstag gleich nach der Ankunft bereits alle die ersten Besichtigungen unternommen hatten, gingen viele den zweiten Tag eher ruhiger an. Wie am Programm von Frau Prof. Orel vorgeschlagen, machten sich einige auf den Weg zum Peterhof, einem Schloss am Rande von St. Petersburg. 

Um dorthin zu gelangen, musste zuerst lange mit der U-Bahn gefahren werden, worauf noch eine 30-minütige Busfahrt folgte. Die Distanzen in Russland sind immer „etwas“ länger als bei uns. Wenn es heißt, wir wären gleich da, dauert es bestimmt noch eine halbe Stunde. Am Weg zum Peterhof erlebten wir einen weiteren Kulturschock. Da die Kleinbusse (=Marschrutki) von privaten Firmen betrieben werden, zwängte der Fahrer so viele Menschen wie möglich in das Gefährt. So konnte es leicht passieren, dass man bei einer Vollbremsung am Schoß eines anderen oder auf der Windschutzscheibe landete.

Das Schloss war wunderschön und erinnerte stark an Versailles. Die fehlende Größe macht es durch übermäßiges Blattgold auf Türmchen, unzähligen Statuen und Springbrunnen wett. 

Nach einer nicht weniger halsbrecherischen Rückfahrt machten einige von uns einen Abstecher in einen Vergnügungspark.

Nach einem kurzen Abendessen trafen alle mehr oder weniger nass beim Mariinski-Theater ein. Der Regen hat uns nicht verschont. Vor der Ballettvorführung „Schwanensee“ konnten wir noch kurz die schönen St. Petersburger Russinnen bewundern, die der Vorführung selbst an Grazie und Eleganz um nichts nachstanden.

Für die meisten war es das erste Mal, dass sie Schwanensee sehen konnten, und die gesamte Gruppe war ausnahmslos begeistert. Nach dem Ende der Vorstellung wurden wir alle von unseren Russinnen wieder abgeholt, welche uns St. Peterburg bei Nacht zeigten. Anschließend versuchten wir noch, etwas Schlaf zu bekommen, bevor am nächsten Morgen der Sprachkurs begann. 
Alin und Magdalena (7B)

Montag, 13. April 2015

Am Montag waren wir zum ersten Mal in der Sprachschule. Alle waren schon sehr gespannt darauf, und ein bisschen Angst hatten einige auch. Letzten Endes kam alles anders, als wir dachten. Die Klassen waren sehr klein und spartanisch eingerichtet, aber die LehrerInnen waren dennoch sehr gute PädagogInnen, und somit war die Schule sprachtechnisch an jedem Tag ein Gewinn für uns. 

Nach zwei eineinhalbstündigen Einheiten gingen wir in die russische Bliny-Kette “чайная ложка” (tschainaja loschka; dt.: Teelöffel) essen, wo traditionelle russische Palatschinken, genannt “блины” (Bliny), verkauft werden.

Danach machten wir uns gut gestärkt auf den Weg, unsere Austauschschülerinnen zu treffen, um gemeinsam als große Gruppe Sankt Petersburgs Sehenswürdigkeiten zu besichtigen. Wir starteten am Newski-Prospekt, der berühmtesten Straße der Stadt, mit einer stolzen Länge von 4,5 km. Dort trafen wir u. a. einen Bären, der dem aus der russischen Kindersendung “Mascha und der Bär” (russ. “Маша и медведь”) sehr ähnlich sah.

Weiter gingen wir zur Auferstehungskirche, auch Blutskirche genannt, danach zum Marsfeld, gefolgt von der Peter-und-Paul-Festung, wo sich unter anderem die Gräber von Peter dem Großen und Katharina der Großen befinden. Auch die Wassiljewski-Insel, die zwischen der großen und der kleinen Newa liegt, blieb unseren Blicken nicht erspart.

Nach diesem anstrengenden Tag wurden wir schließlich in die Obhut unserer Russinnen entlassen, mit denen wir noch einen schönen Abend verbrachten.
Aleksandra und Max (7A)

Dienstag, 14. April 2015

Der 4. Tag unserer Sankt-Petersburg-Besichtigung begann und endete verregnet. 
Daher nutzten wir das Wetter, um die künstlerische Seite Sankt Petersburgs zu erkunden. 

Vorerst genossen wir abermals den oft für Verwirrung sorgenden, aber doch auch recht lustigen und lehrreichen Sprachkurs, und danach gab es noch ein leckeres Mittagessen zur Stärkung. Nachdem wir ein paar weitere Spezialitäten der russischen Küche probiert hatten, machten wir uns auf, die prächtige Isaakskathedrale zu besichtigen. Dort wurden wir von einer prunkvollen, mit viel Gold und Marmor verzierten Innengestaltung und einer der größten orthodoxen Kuppelbauten weltweit verzaubert. 

Darauf folgte ein Rundgang durch die Eremitage, eines der größten und bedeutendsten Kunstmuseen der Welt. Wir spazierten durch prunkvolle Räume, in denen einige russische, aber vor allem internationale Kunstwerke ausgestellt waren. Unter anderem sahen wir die beeindruckende Pfauenuhr, die Katharina die Große einst als Ehrengeschenk bekommen hatte. 
Natalie und Clara (7A)

Mittwoch, 15. April 2015

Es war dieser eine verhängnisvolle Mittwoch, der alles verändern sollte.

Nach einer schon gewohnt langen U-Bahnfahrt und einem kurzen Fußmarsch hatten wir das Vergnügen, das “liebreizende” Gebäude der Sprachschule wieder zu erblicken. Jedoch sollte der Kurs nicht der übliche werden, denn am Stundenplan war Phonetik vermerkt. Den alten Hasen des Russischunterrichts war schon längst bewusst, dass die Aussprache- und Betonungsegeln des Russischen willkürlich sind, aber selbst uns Veteranen stockte das Blut in den Adern, als wir russische Zungenbrecher laut vorlesen mussten. Unseren Spaß hatten wir dabei trotzdem.

Nach einem interessanten und auf jeden Fall denkwürdigen Mittagessen in einer Kantine (столовая), die zumindest mehr oder weniger Essbares anzubieten hatte, zogen wir weiter. An diesem Tag hatten wir auch die Ehre, in einem richtigen Holzklasseabteil eines Vorortzugs (электричка), der sicherlich noch aus der Sowjetzeit stammte, nach Puschkin zu fahren, wo man im Vergleich zu den Plattenbauten rund um Sankt Petersburg in einer gemütlichen dörflichen Atmosphäre landete, was eine wunderbare Abwechslung war. 

Aber nicht der Ort Puschkin an sich war unser Ziel, sondern der Katharinenpalast, welcher auch das Bernsteinzimmer beherbergt. Der Palast war wirklich imposant und macht sogar Versailles Konkurrenz, auch wenn wir uns das Bernsteinzimmer etwas größer vorgestellt hatten. Nach einem kurzen Besuch auf einem Flohmarkt, mit zu unserer Überraschung vielen Putin-T-Shirts im Sortiment, ging es wieder zurück nach Sankt Petersburg, wo wir von unseren Russinnen abgeholt wurden und unseren vorletzten Abend genossen und ausklingen ließen.
Elias und Gregor (7A)

Donnerstag, 16. April 2015

Der Donnerstag war unser letzter Tag in Sankt Petersburg. Das Programm war dementsprechend etwas kürzer als sonst, das Russische Museum stand am Programm. In den Sprachunterricht mussten wir am Vormittag natürlich abermals. Die Wahlpflichtfachgruppe war an jenem Tag zur traurigen Anzahl von zwei Personen geschrumpft, da unsere Dritte im Bunde, von unseren Lehrerinnen liebevoll “Manama” genannt, Kopfweh hatte. Ich kämpfte nur mit “Alina” (auch eine Kreation unserer Lehrerinnen) Seite an Seite gegen die schwierigen russischen Wörter. Dann gab es doch einen Lichtblick, “Manama” kehrte von den Toten zurück (Манама воскресла). 

Mittags aßen wir in einer Bäckerei (Пироговый дворик), wo es russische Teigtäschchen in allen Variationen zu essen gab. Diese schmeckten so gut, dass wir den Schrecken des Vortags, die “Столовая № 12” (eine russische Mensa), vergessen konnten. Im Anschluss dürstete es uns nach Kultur, oder besser gesagt, Frau Prof. Orel dürstete es danach, uns Kultur näherzubringen, weshalb wir das Russische Museum aufsuchten. Dort sahen wir russische Ikonendarstellungen, Werke des russischen Realismus, Symbolismus und Konstruktivismus.

Unsere Zeit in Sankt Petersburg neigte sich nun wirklich rasant dem Ende zu; der fulminante Abschluss war ein gemeinsames Abendessen mit unseren Austauschschülerinnen. Leider waren wir in einem sehr westlichen Lokal und sehnten uns fast nach der Столовоя des Vortages. Einen gewissen Charme hatte das Restaurant aber doch: In der Mitte des Raumes befand sich ein künstlicher Baum, der mit Laternen beleuchtet war, und die Toiletten waren im Wald-Stil, sogar mit Vogelgezwitscher und Baumstämmen als Waschbecken!

Dann aber war der Moment des Abschiedes gekommen und der Moment, in dem wir den Luxus wiedererlangten. Denn unser Nachtzug war hervorragend ausgestattet. Nicht einmal die “grausigen Decken”, die uns von Frau Prof. Orel prophezeit wurden, gab es. Die Verabschiedung von den Austauschpartnerinnen verlief nicht ohne Tränen, es sind viele Freundschaften fürs Leben entstanden. Als wir schließlich im Zug in unseren Betten lagen, legten wir uns gleich hin, doch nicht alle schliefen sofort ein. Ein Bett im Zug ist dann doch nicht wie das eigene Bett.  

Freitag, 17. April 2015

Der anstrengendste Tag der Woche. Wir kommen morgens gegen 7 Uhr mit dem Nachtzug in Moskau am Leningrader Bahnhof an, nach einer großteils zwar kurzen, aber sehr gemütlichen Nacht, leicht traurig nur durch den Abschied von unseren Gastfamilien am vorigen Abend. Quer durch Moskau mit der Metro, um zu unserem Hostel zu kommen, von Frau Prof. Orel und Herrn Prof. Kainz schon vorgewarnt, dass die Moskauer Rushhour ein wahrgewordener Alptraum ist. Zum Glück sind wir dann doch so früh unterwegs, dass alles problemlos funktioniert. Ein kurzer Aufenthalt im Hostel, hastiges Zähneputzen, eine vermeintlich verlorene Geldbörse und sporadische Schläfchen, später geht es los in Richtung Kreml.

Moskau ist ganz anders als St. Petersburg. Größer, lauter und viel „russischer“, also gleich nochmal eine neue Erfahrung. Straßen zu überqueren wird zur Wanderung, als sich die nächstbeste Unterführung als geschlossen/verschwunden herausstellt. Das tut der guten, wenn auch verschlafenen Laune allerdings keinen Abbruch. Wir kommen am Bolschoi-Theater vorbei, sehen es zwar nur von außen, aber dafür ist der nicht-aktive Brunnen davor in ein Kunstprojekt integriert – Wohnzimmereinrichtung, die ein Bobo bei Ikea zusammengestellt hat? 

Bei einem kurzen Zwischenstopp im Einkaufszentrum GUM lernen einige von uns, dass es in Russland ganz andere Regeln gibt, wenn man sich in einer Schlange anstellt, um in die Toilette zu gelangen – alte Leute und Mütter mit Kindern dürfen sich vordrängen. Außerdem jede Menge teure italienische Waren und ein semi-alternatives Kunstprojekt, das viele weiße Tauben und bunte Bänder involviert.

Nach Referaten zu Kreml, Rotem Platz und Basilius-Kathedrale begeben wir uns zu den besagten Orten. Kurz vor der Kathedrale fängt es an zu schütten, innendrin ist es relativ gemütlich. Sie erinnert zwar äußerlich sehr an die Blutskirche in Sankt Petersburg (mit den vielen verschiedenen Kuppeln und dem generell bunten Erscheinungsbild), allerdings besteht sie im Inneren aus neun verschiedenen Kirchen, die acht äußeren symbolisieren die acht wichtigsten Schlachten um Kasan, die Hauptkirche in der Mitte ist die eigentliche Maria-Schutz-und-Fürbitte-Kirche. Fazit: bunt, wunderschön, und man kann sich sehr leicht verlaufen.

Danach geht es weiter in Richtung Kreml. Am Weg kommen wir an einem weiteren Glückssymbol vorbei, dem angeblichen Mittelpunkt Moskaus, an dem man Geldstücke für Glück hinter sich wirft. 

Das bringt zumindest einigen Glück – die Münzen werden unmittelbar danach von einigen PensionistInnen vom Boden aufgesammelt. Die offensichtliche Armut direkt neben perversem Reichtum hinterlässt immer wieder einen bitteren Nachgeschmack.

Zum Kreml geht es wie immer durch Security-Kontrollen, danach befinden wir uns auf einem riesigen, von einer roten Mauer umschlossenen Gelände mit mehreren Kirchen, teils eher klein, dafür mit umso größeren Ikonostasen (Ikonenwänden). Außerdem kann man eine gigantische Zarenglocke und eine riesige Kanone besichtigen.

Beeindruckt von den vielen Goldkuppeln und etwas müde, haben wir uns das Mittagessen verdient.

Nach einer Stunde Pause geht es weiter zur Christus-Erlöser-Kirche (die Straße zu überqueren ist wieder ein kleines Abenteuer, einer größeren Wanderung ähnlich). Der breiten Masse vielleicht bekannt als Schauplatz eines Pussy-Riot-Videos, hat diese Kirche eine lange Geschichte, in der sie relativ selten als Kirche benutzt wurde. Der erste Architekt war korrupt und wurde verbannt, der ursprünglich geplante Platz wurde doch nicht benutzt, letztendlich wurde sie etwas kleiner als der erste Entwurf gebaut und einige Jahre lang als Kirche genützt, bevor die Kommunisten sie schlossen und schließlich abrissen, um den “Palast der Sowjets“ zu bauen, der schließlich auch nie realisiert wurde. Danach war sie eine Weile ein Schwimmbad und wurde schließlich von 1995-2000 wieder aufgebaut und ist seit ein paar Jahren ein Museum. Die Kirche ist zweistöckig (Ober- und Unterkirche), und aufgrund der Größe fällt zum ersten Mal wirklich auf, dass russisch-orthodoxe Kirchen keine Bänke haben.

Nach einer kurzen Pause laufen wir über die Moskwa zum Skulpturenpark neben der neuen Tretjakow-Galerie, welcher neben moderner Bildhauerei auch abgetragene Statuen der Sowjetzeit beherbergt. Gleich in der Nähe ist der Gorkipark, welcher mittlerweile im hellsten Sonnenlicht erstrahlt, allerdings nur aus der Ferne, denn die allgemeine Müdigkeit macht sich breit, und es ist an der Zeit, etwas zu Essen zu finden. Der Arbat, eine von Souvenirläden gesäumte Fußgängerzone, bietet sich für ein gemütliches Abendessen an. Danach geht es ins Hostel zurück. Ein extrem erfolgreicher, wundervoller, interessanter, aber auch ungemein anstrengender Tag.
Cathrin (7B)

Samstag, 18. April 2015

Neun Uhr, Frühstück im nahe gelegen Café, in dem einige Gäste leichte Panik bekommen, als die 17-köpfige Gruppe einfällt. Der Tag verläuft etwas ruhiger, wir fahren zuerst zur Lomonosow-Universität, in dessen Nähe sich ein Aussichtsplatz über ganz Moskau befindet – ein beliebter Platz sowohl für Biker als auch Brautpaare. Wir sehen nochmal aus der Vogelperspektive, wo wir am Freitag überall waren, und können Stalinfinger zählen.

Den Berg hinunter zur Metrostation – ein Stopp am Spielplatz –, und von dort aus zum Kosmonautenmuseum. Am Gelände der Ausstellung für Errungenschaften der Volkswirtschaft (WDNCH) wird noch Last-Chance-Souvenirshopping betrieben, bei dem einigen der Unterschied zwischen echtem und falschem Pelz erklärt wird.

Im Kosmonautenmusuem ist die Geschichte der russischen Weltraumforschung ausgestellt, man kann verschiedene Raketenmodelle und eine Raumkapsel besichtigen und lernt alles über die – anscheinend extrem unkomfortablen – Aufenthalte von Kosmonauten im Weltall. Ohne Schwerkraft müssen schließlich alltägliche Aktionen wie die Benutzung der Toilette, Essen oder die Erhaltung der körperlichen Gesundheit mit großer Kreativität ausgeübt werden.

Danach geht es schon wieder zum Hostel zurück, eine kurze Pause, bevor es ein Gruppenouting zum Abendessen gibt. Da es der letzte Abend ist, sitzen wir alle zusammen, teils sehr nostalgisch, teils mit Vorfreude auf zu Hause. Unsere ProfessorInnen starten eine Feedback-Runde, bei der wir unsere besten und schlechtesten Erlebnisse zum Besten geben.

Fazit: Kulturschock bei vielen, aber die Reise war eine unglaubliche Erfahrung, und in den allermeisten Fällen war die Gastfreundschaft unserer russischen Familien unvorstellbar groß.
Cathrin (7B)

Sonntag, 19. April 2015

Trotz der sehr interessanten Zeit in Russland und all dem Spaß, den wir hatten, freuten wir uns alle schon sehr auf zu Hause. Nach einem letzten Frühstück ging’s auch schon los Richtung Flughafen. Dort angekommen, gaben wir unsere Koffer ab und gingen zu den Kontrollen, weil diese in Russland ja bekanntlich etwas komplizierter sind als bei uns in Europa. Nachdem die letzten übriggebliebenen Rubel ausgegeben waren, begann das Boarding. Auf dem Rückflug wurden noch Vokabeln für die Wiederholungen gelernt und die letzten Anekdoten ausgetauscht. Manche von uns sind vor lauter Erschöpfung auch einfach eingeschlafen. 

Am Flughafen in Wien haben wir nochmals für Aufsehen gesorgt, als die Burschen, ihre Köpfe mit Schapkas bedeckt und die Internationale singend, in den Empfangsbereich einmarschierten. Daraufhin folgten viel Gelächter und herzliche Umarmungen. Erschöpft, glücklich und um viele Erfahrungen reicher machten wir uns schließlich auf den Heimweg.

Vielen Dank für diese extrem interessante Zeit und all die Mühe!
Elena und Ferdi (7B)

Exkursion der 8AB nach Brünn

veröffentlicht um 28.10.2014, 21:23 von Georg Haschek   [ aktualisiert: 28.10.2014, 21:23 ]

Lobend zu erwähnen wäre das Eskortservice Daniela Gamperl und Jutta Sierlinger! Warum, weiß ich nicht [Ed.]



RUSSLAND (Sprachreise 2014)

veröffentlicht um 16.06.2014, 23:27 von Georg Haschek   [ aktualisiert: 17.06.2014, 11:04 ]

Tag 1 und 2

Ewas verschlafen nach einer Woche in Paris trafen die Klostergasse-Schüler zeitgleich mit den Astgasse-SchülerInnen am Flughafen Wien-Schwechat ein, wo Frau Prof. Lerchner und Co. bereits warteten. Auf den Flug nach St. Petersburg folgte eine intensive Passkontrolle, die jedoch ohne Probleme verlief. Danach konnte endlich das langersehnte Wiedersehen mit unseren russischen Freundinnen (und Ivan) stattfinden. Nach der Begrüßung in den Häusern der Familien trafen sich die meisten SchülerInnen nochmals in einem Kaffeehaus im Zentrum St. Petersburgs und schmiedeten Pläne für den kommenden Tag, den jede/r SchülerIn mit seiner/ihrer Gastfamilie verbringen sollte. Manche besuchten das Stadtfest, andere Museen oder eines der Schlösser in der Umgebung der Stadt.

Tag 3

Der erste Besuch in der von Prof. Lerchner organisierten Sprachschule sowie das anschließende gemeinsame Mittagessen sollten ab heute zur täglichen Agenda gehören. An diesem Nachmittag stand ein langer
Stadtspaziergang auf dem Programm, der an vielen Sehenswürdigkeiten und Kirchen vorbeiführte. Besichtigt wurden die Blutskirche mit den beeindruckenden Mosaikwänden, das Marsfeld mit der ewigen Flamme für die Gefallenen der russischen Februarrevolution, die Peter-und-Paul-Festung, der Strand St. Petersburgs und die Isaakskathedrale,
von deren Kuppel wir den Rundblick über die Stadt genossen. Beendet wurde der gemeinsame Tag mit einer sonnigen Bootsfahrt auf der Newa und den Kanälen Petersburgs. Nach diesem langen kulturellen Programm schmeckte das üppige russische Abendmahl in den Familien noch viel besser als sonst.



Tag 4

Nach dem Sprachkurs ging es heute in die Eremitage, wo es Unmengen an russischer und internationaler Kunst zu interpretieren galt. Wir besichtigten gemeinsam alle Prunkräume des Winterpalastes (u. a. den Krönungssaal der Zaren) und konnten danach noch nach Belieben einen Teil der wertvollen Kunstsammlung genießen. Der Tag war jedoch nicht nur der bildnerischen Kunst gewidmet; am Abend stand noch das Ballett „Die Fontäne von Bachtschissarai“ im Marinskij-Theater am Programm. Beim Verlassen des Theaters um 23:00 war es dank der weißen Nächte noch immer so hell wie am späten Nachmittag. Für BewohnerInnen unseres Breitengrades ein unvorstellbares Phänomen.   

Tag 5

Der fünfte Tag stand ebenfalls im Zeichen der Kunst. Nach dem Sprachkurs fuhren wir zum Russischen Museum, in dem sich, wie der Name schon sagt, ausschließlich Werke russischer Meister befinden. Die Sammlung beginnt mit Ikonen von Andrei Rubljow, enthält wichtige Werke der russischen Realisten und Symbolisten (Aiwasowski, Repin, Wrubel ...) und endet mit Werken der russischen Avantgarde des 20. Jahrhunderts, u. a. dem Schwarzen Quadrat auf weißem Grund des Konstruktivisten Malewitsch. 

Nach der Entlassung wollten die SchülerInnen einen letzten gemeinsamen Abend mit ihren russischen FreundInnen verbringen, und so fanden sich an diesem Abend sämtliche junge Leute aus Österreich und Russland in einem gemütlichen Lokal zu einem letzten „St. Petersbürgischen“ Abendmahl zusammen.

Tag 6

In einigermaßen getrübter Stimmung, aufgrund des bevorstehenden Abschieds, gingen wir heute ein letztes Mal durch den Eingang der Sprachschule. Nach der letzten Stunde verabschiedeten sich Astgasse- und Klostergasse-SchülerInnen bei Tee und Kuchen von ihren russischen Lehrerinnen. 

Der geplante Ausflug zum Peterhof fiel leider im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser, weshalb wir umdisponierten und stattdessen mit einem typisch russischen Vorortzug „Elektritschka“ – es regnete bei geschlossenem Fenster in den Waggon – von St. Petersburg nach Puschkin fuhren, wo sich der Ekatharinenpalast und das berühmte Bernsteinzimmer befinden.

Nach einem kurzen Fußmarsch besichtigten wir gemeinsam das Lyzeum, das einst der russische Schriftsteller Alexander Puschkin besucht hatte. Das Interessanteste dabei waren die Klassenräume, in denen noch die alten Pulte standen und die Noten der SchülerInnen ausgestellt waren. Alles wirkte sehr schick, selbst für ein privates Internat. Danach ging es in den Ekatharinenpalast, wo wir die Prunksäle und das Bernsteinzimmer sahen. 

Der restliche Abend verging mit Kofferpacken und Verabschiedungen wie im Fluge. Wir trafen uns am Bahnhof, wo der Nachtzug nach Moskau bereits auf uns wartete. Als die Stunde des endgültigen Abschieds nahte,
wurden noch zahlreiche Fotos gemacht und Umarmungen verteilt. Dann war es an der Zeit, die von zahlreichen Gastgeschenken schwer gewordenen Koffer in den russischen Nachtzug nach Moskau zu hieven. Der Zug war komfortabel – aber von jeglichen Abteilen befreit! Unter viel Gelächter und Geschnarche und mit wenig Platz und Privatsphäre schliefen dann doch alle Reisenden ein.

Tag 7

Der erste Tag in der russischen Hauptstadt begann am Leningrader Bahnhof, und von hier aus begab sich die verschlafene Russisch-Gruppe zum Hostel. Ein gemütliches gemeinsames Zimmer sollte für die nächsten Tage unser Zuhause sein. Viel Zeit zum Erholen blieb jedoch nicht, da sofort die Besichtigungstour durch Moskau begann. Von den Sperlingsbergen, direkt neben der Lomonossow-Universität, erwartete uns ein schöner Ausblick über ganz Moskau, aber auch eine „böse“ Überraschung: Der Skilift, der uns zum Fuße des Berges befördern sollte, war nicht in Betrieb! So wurde eine kleine Wanderung durch die Wälder spontan in den Plan eingebaut. Danach besichtigten wir das ehemalige Allrussische Ausstellungszentrum, machten eine Monorail-Fahrt, besuchten das Kosmonauten-Museum bzw. die Tretjakow-Galerie und machten einen abendlichen Spaziergang auf der Einkaufsstraße „Arbat“. Hier konnten auch die feinsten Bestandteile der russischen Gastronomiekultur genossen werden.

Tag 8

Das Epizentrum russischer Kultur und Geschichte stand heute am Plan. Der Rote Platz, die Basilius-Kathedrale, das Lenin-Mausoleum, der gigantische Kreml, das GUM, das besonders prunkvolle Einkaufszentrum Moskaus, sowie viele kleinere Kirchen wurden Schritt für Schritt besucht. Auf dem Weg zum Bolschoi-Theater kamen wir an einer kleinen Gruppe von SeniorInnen vorbei, die eine Pro-Kommunismus-Demo veranstalteten.

Unser nächstes Ziel war die Christus-Erlöser-Kathedrale. Um in diese überhaupt hineinzukommen, gibt es strenge Regelungen (keine zu kurzen Röcke, am besten lange Hosen, Schultern und lange Haare bedeckt), sodass wir einige Probleme hatten und mit Westen und Tüchern improvisieren mussten. Die komplizierte Verkleidungsaktion war es aber immerhin wert, denn die Kathedrale war wirklich wunderschön. 

Wir durchquerten den Park der gefallenen Statuen der Sowjetzeit, kamen an der Neuen Tretjakow-Galerie vorbei und, wie einst Klaus Meine von den Scorpions sang, dann „folgten wir der Moskwa, bis runter zum Gorki-Park“, wobei wir lediglich dem „Wind of Change“ auf Gustavs Mini-Balalaika lauschten. Nach dem Entspannen in dem berühmten Park ging es abermals auf den Arbat, wo Shopping-Bedürfnissen gefrönt und kulinarische Entfaltungen ermöglicht wurden.

Tag 9

Der letzte Tag in Russland begrüßte die SchülerInnen mit strahlendem Sonnenschein. Es ging nochmals in den wunderbaren Gorki-Park, wo wir uns ein letztes Mal des gepflegten russischen Sommer-Chillens befleißigten. Dann begann die letzte Fahrt mit der russischen Metro zum Flughafen, und nach einer Woche voller Kirchen, Kunstmuseen, Blinis, Balalaikas und den nettesten Gastfamilien der Welt kehrten Lerchners fleißige Russisch-Gruppen nach Wien zurück.

Gustav Larsen 7A (Klostergasse) und Nicole Schachinger 7D (Astgasse)

Blethering about Scotland – Impressions of 6B’s Project Week in Scotland (April 5-12, 2014)

veröffentlicht um 05.06.2014, 06:10 von Georg Haschek   [ aktualisiert: 10.06.2014, 02:14 ]

The Weather

When I first got off the plane I noticed that it was rainy and windy. My experience in Vienna has taught me that people will be grumpy in bad weather, but the people in Scotland weren’t. And soon we were infected by the good mood of the Scots: The rain wasn’t rainy any more, it was refreshing. The wind wasn’t annoying any more when it blew our hair into our faces, it was just giving us a new look.
Lena

The Accent

Throughout this trip, I slowly started to understand a little bit of the Scottish accent. Elena, Amelia and I were in the cinema watching a Scottish movie on our last day. We understood almost everything they were saying. If we had watched this film before our trip, I’m sure it would have been more difficult for us to understand the speakers. Since David, our bus-driver and guide in the Highlands, taught us a few Scottish expressions, it was easier to understand the Scots, at least a wee bit! 
Mai Linh  

Glasgow

The first thing that pops into mind when I think of Glasgow, is the mixture of colours that Glasgow is covered in: The lovely light pink leaves of the cherry trees in Kelvingrove Park and the red brick buildings one could spot at every turn.
Lisza-Sophie

The city of Glasgow has different faces. All the houses looked rundown from the outside because of the different brownish-colored bricks. But inside – looking through the big bay windows – they looked luxurious and with modern furniture. This surprised me over and over again while walking around.
Elena

Glasgow is a pretty big city, so we rode around with the City Sightseeing Bus to see the most famous sights. I thought it was fun because it started to rain and we all sat on the open top of the bus and had a big laugh. 
Vicky

Our Sunday evening in Glasgow was spent on Buchanan Street, where some of us met a young street musician. I got the chance to play the guitar with him. For three minutes, I was a street musician on Glasgow’s main shopping street! 
Hannah

What impressed me the most was the Glasgow School of Art. I was excited this day from the second I jumped out of bed to see the work of the genius Charles Rennie Mackintosh with my own eyes. Standing on the street, looking up to the top of the building, I recognized the wind chime I had been reading about and researching for my Art Nouveau presentation, and I was just speechless….The whole building was steeped in art history. 
Hanna

Oban on the western coast

My favorite stop during our time in the Highlands was definitely Oban. The view was so astonishing when we were driving down the little hill and the sea was glistening in the sun.
Elena

The youth hostel with the most stunning view from our breakfast room window was definitely in Oban. Located just about 20 meters away from the beach we could see the calm waves in the sea, the tiny boats in the distance and parts of islands. There is a good reason why Oban is also called ‘’Gateway to the Isles’’. For me as a big fan of all kinds of oceans, strolling down the beach and picking up small shells was my highlight in Oban.  
Lisza-Sophie                                    

Edinburgh

At the end of our week we went to Edinburgh, which was the most astonishing city I’ve ever been to. The colours are just out of this world and the castle is awesome. (Note: The sun finally shone for two days!)
Jonathan

I liked the Witchery Tour we went on and found it very amusing and informative at the same time. The best parts were definitely the “jumper-ooters” (Note: people who jump out from the shadows and scare the people on the tour). You couldn’t stop focusing on your surroundings for a second, otherwise you would get your pants scared off.
Ferdinand

Personal View of the Highlands

I remember looking out of the window while driving through the Highlands and it was perfect. Everything was peaceful while vibrating with life. I remember the moment we drove into Glen Coe; the picture of the valley is forever in my mind, ready to be taken out when I want to remember. That was probably one of the most stunningly beautiful places I’ve seen in my entire life.…When I think back, I mostly don’t remember what we did on which days exactly….Every moment, all the different feelings, the whole panoply that made up this trip to Scotland is etched in my memory, and most likely will be for a very, very long time…
Cathrin

Project Work in Class

I had a great time preparing and presenting the oral reports, listening to all the oral reports, reading interesting articles, listening to live bagpipe music and even trying out how to play the bagpipe. Preparing for an event for such a long time makes the event itself even more amazing!     
Lisza-Sophie
                          
It was my first trip to an English-speaking country…The whole project on Scotland opened new doors for us. We have learned so much and are so grateful for that.     
Amelia

7B Brighton-Reise

veröffentlicht um 30.05.2014, 06:12 von Georg Haschek   [ aktualisiert: 08.10.2014, 06:59 ]

Fourteen 7th-class students and two teachers returned Wednesday, May 28, from a wonderful weeklong trip to Brighton, England. Accompanied by professor Sierlinger and professor Stumpner, the students from 7B were in England as part of a language trip and had morning English classes at the Language Teaching Centre in Brighton. 

It wasn’t all classes, though — the group enjoyed several shopping trips, the famous Brighton Pier, a hike to Seven Sisters (seaside cliffs), and a fun-filled weekend in London (including highlights like a tour of the BBC and a play at Shakespeare’s Globe Theatre). Every evening, students would return home to their host families and enjoy a quiet evening or sometimes head back out to restaurants or other downtown attractions. 

Although the weather was often rainy and very changeable (the class got to experience “four seasons in one day”), the students had a great time sharing the new and exciting experience and of course, practicing their English and gaining some new knowledge as well. 

Stefan Arnone, 7B


Sankt-Petersburg und Moskau - ein UNVERGESSLICHES ABENTEUER!

veröffentlicht um 19.06.2013, 14:11 von Georg Haschek   [ aktualisiert: 08.10.2014, 07:03 ]
















St. Petersburg                                                                                Moskau

Mittwoch, 22. Mai 2013

Am 22. Mai 2013 begann unsere große Reise ins unbekannte ferne Russland. Nachdem einer unserer Mitschüler aus Krankheitsgründen leider nicht mitfahren konnte, erwartete uns am Flughafen in Schwechat gleich die nächste Überraschung. Da  Michael einen russischen Pass besitzt, wurde die Ausreise zum Nervenkitzel. Nach einer langen Diskussion mit den Zollbeamten wurde ihm zwar die Ausreise gestattet, man wünschte ihm dann allerdings viel Glück für die Heimreise. 

Nach der problemfreien Ankunft in Russland wurden wir von unseren AustauschschülerInnen freudig empfangen und mit nachhause genommen, wo die Gasteltern uns herzlich begrüßten. An diesem Nachmittag und Abend hatten wir die Möglichkeit uns kurz in St. Petersburg umzusehen und unsere Familien kennen zu lernen. Auch das erste von vielen russischen Abendessen konnten wir genießen. 

Donnerstag, 23. Mai 2013

Ab Donnerstag wurde es ernst. Der Sprachkurs begann! Fünf Vormittage lang nahmen wir jeweils bis 13 Uhr an einem Russischsprachkurs teil. 













Russischkurs                                                                                  Im Klassenzimmer mit unserer Russischlehrerin 

Danach wurde in einer typisch russischen  Mensa (столовая) gegessen. 
Nach dem Essen machten wir uns auf den Weg zur Eremitage (Эрмитаж), wobei wir dazwischen aber einen Abstecher in ein zeitgenössisches Kunstzentrum „Pushkinskaja 10“ (Пушкинская 10) machten, welches den Wohnsitz des wohl größten Beatles-Fans überhaupt beherbergt. Schon die Wände werden geziert von Plakaten und den in Stein gemeißelten Gesichtern der Bandmitglieder. Sobald man die Wohnung betritt, wird man von Beatles-Musik, unzähligen Fanartikeln und Gegenständen, die mit den Beatles zu tun haben, empfangen.
















Besuch beim Beatles-Fan                                                               Pushkinskaja 10 Innenhof 

Nach einem etwas längeren Spaziergang über den Nevskij- Prospekt (Невский Проспект) erreichten wir schließlich die Eremitage, eines der bedeutendsten Kunstmuseen der Welt, das sich am Ufer der Newa (Нева) erstreckt. 















Am Schlossplatz vor der Eremitage






Eremitage und Alexandersäule

Von zwei der Austauschschülerinnen haben wir interessante Informationen zu den Bildern und Ausstellungsstücken bekommen. Das Highlight dürfte die dort ausgestellte Pfauenuhr sein, die komplett vergoldet ist und einen Baum mit einem darauf sitzenden Pfau darstellt. Dieser und andere Tiere, die auch ein Teil der Uhr sind, bewegten sich stündlich, als die Uhr noch in Verwendung war. 

Das Gebäude selbst und die Innenräume, der Stuck, die Fresken, die Marmorböden und die kunstvollen Parkettböden beeindruckten uns so sehr, dass es oft schwierig war, sich auch noch auf die Kunstwerke zu konzentrieren.

Nach dem Rundgang im Museum machten wir eine Bootsrundfahrt auf den Kanälen Petersburgs, bei welcher wir an vielen wichtigen Sehenswürdigkeiten vorbeikamen. Trotz der kühlen Temperatur genossen wir das Panorama, das sich vor unseren Augen darbot. 

Dies war der erste vieler eindrucksvoller, manchmal auch anstrengender Tage.

Freitag, 24. Mai 2013

Am Freitag besuchten wir nach dem Sprachkurs ein neues russisches Restaurant, in dem es eine unglaubliche Auswahl an Palatschinken (блины) gab. Gestärkt machten wir uns – natürlich zu Fuß – zur Peter- und Paul-Festung (Петропавловская крепость) auf – überquerten das Marsfeld und die von Gustave Eiffel entworfene (Троицкий мост). Auf dem Marsfeld gibt es das "ewige Feuer" zu bewundern und nicht weit entfernt von der Brücke steht die kleine Statue des Tchishik Pyshik „Чижик-Пыжик“ (das kleinste Denkmal St. Petersburgs, ein kleiner Vogel), der Glück bringen soll, wenn man ihn mit Münzen trifft und sie auf dem kleinen Podest liegen bleiben. Bei der Festung angekommen, trafen wir sowohl unsere russischen PartnerschülerInnen als auch DeutschstudentInnen des ersten Studienjahres – nach kurzer Zeit fand begeisterter Smalltalk zwischen uns statt.



Marsfeld                                                                        Tschishik Pyshik
Die Festung an sich war zwar beeindruckend, vor allem aber die Peter und Paul-Kathedrale (Петропавловский собор), in der sich sämtliche Gräber der Zaren befinden.













Peter und Paul-Kathedrale

Auf dem Weg zur Toilette gab es noch einen kleinen Zwischenfall mit einem maskierten Henker, der allerdings nicht von allen bemerkt wurde.















Panaromablick auf das Stadtzentrum

Über den kleinen Strand von Sankt Petersburg am Ufer der Newa gingen wir zum Mariinskij Theater (Мариинский театр), um Tschaikowskis Ballett „Schwanensee“ (Лебединое озеро) zu genießen. Trotz beachtlicher Länge (3 Std.) waren wir von der Vorstellung begeistert.  Das Theatergebäude ist ein imposantes Bauwerk, das innen noch prachtvoller erscheint als außen. Am Heimweg um 11 Uhr abends, als gerade erst die Dämmerung einsetzte, genossen wir den Reiz der Weißen Nächte.

Samstag, 25. Mai 2013

Am Vormittag besuchten wir den russischen Flohmarkt „Udelnaja“ (Удельная), der sogar unsere AustauschschülerInnen zum Staunen brachte. Ein sehr spannendes Erlebnis, das wir wahrscheinlich ohne Frau Prof. Lerchner nicht gehabt hätten. Es handelt sich bei diesem Flohmarkt um ein großes Gebiet, wo man alles Mögliche kaufen kann – von Büchern über Computerteile bis zu Gitarren, Sowjetabzeichen, alter Sonnencreme und funktionstüchtigen Waffen. Man fragte sich manchmal, woher diese Dinge stammen. 







Am Flohmarkt

Danach fuhren wir mit einer Marschrutka (маршрутка = Sammeltaxi) zum Peterhof (Петергоф), der unter Peter I errichtet worden war. Es handelt sich um einen pompösen Palast, umgeben von einem riesigen Park mit über 150 Fontänen. Vergoldete Figuren schmücken die zauberhafte Gartenanlage. Teilweise waren wir von einem Blütenmeer umgeben, das so mancher Gartenliebhaber auch gerne im eigenen Garten haben würde. Zum Glück wurde der Prunk der kürzlich frisch restaurierten Statuen erst am Ende unserer Exkursion vom Regen getrübt. 

Wir fuhren schließlich mit einem Boot zurück ins Stadtzentrum.








Peterhof

Sonntag, 26. Mai 2013

Am Sonntag verbrachten wir alle den Tag mit unseren Familien. Man besuchte den Katharinen-Palast (Екатерининский дворец), das Eisfest, andere Schlösser und Kirchen und in der Nacht die Öffnung der Newa-Brücken, ein Spektakel, das man nicht so schnell wieder vergessen wird. 

Montag, 27. Mai 2013

Am Montagvormittag waren wir wieder im Sprachkurs. Nach einem schmackhaften Mittagessen gingen wir zum Russischen Museum (Русский музей). Am Weg dorthin spazierten wir am Denkmal des Schriftstellers Dostojewskij (Памятник Достоевскому) vorbei, gingen die berühmte „Rossi-Straße“ (Улица Росси) entlang, die auch Theaterstraße genannt wird und direkt an das Alexandrinskij Theater (Александринский театр) anschließt. Es handelt sich um eine Straße mit perfekten Proportionen (220m lang, 22m breit, 22m hoch). 















Alexandrinskij Theater

Am ehemals größten Kaufhaus Petersburgs (Gostiny Dvor/ Гостиный Двор) vorbei, durchquerten wir noch die alte Einkaufspassage (Пассаж) und kamen zum Puschkindenkmal (памятник Пушкину), das sich direkt vor dem Russischen Museum befindet. Dort bewunderten wir viele Gemälde berühmter russischer Maler (Ilja Repin, Aiwasowski, Wrubel, Malewich, Larionov, Tatlin, ...). 

Im Sonnenschein spazierten wir zur Auferstehungskirche, auch bekannt als Blutskirche (Спас на крови), die typisch russische bunte Zwiebeltürme hat. Die prunkvolle Kirche verzauberte uns alle.  Bemerkenswert ist, dass es nur ganz wenige Fresken gibt, anstatt dessen zieren Mosaike die gesamten Kircheninnenwände bis hoch hinauf in die Kuppel. 



















Blutskirche
Danach besuchten wir den Sommergarten, einen wunderschön gepflegten Park im Zentrum von St. Petersburg. 













Sommergarten                                                      Fisch-Snack im Sommergarten

Nicht weit entfernt davon befindet sich ein besonderer Innenhof, dem durch die StudentInnen der „Kleinen Kunstakademie“ Petersburgs (Малая Академия Искусств) dank eines Projektes ein interessanter Charme verliehen wurde. Die KunststudentInnen verzierten die Wände mit Mosaiken, bauten Skulpturen, die ebenfalls von Mosaiken bedeckt sind, und auch alle übrigen Gegenstände, Sitzbänke, Brunnen, etc... besitzen eine Mosaikoberfläche. Dieser Innenhof ist ein Geheimtipp, den TouristInnen kaum kennen.

















Mosaik-Innenhof

Dienstag, 28. Mai 2013

Am Dienstag fanden wir uns alle im Kurs wieder. Zu Mittag aßen wir in einem kleinen Restaurant am Dach des zeitgenössischen Kunstzentrums „Etagen“ (Этажи). Dort können die Kunstwerke junger russischer KünstlerInnen betrachtet werden. 




















Kunstzentrum „Etagen“

Dann ging es auf zum berühmten „Wolkowo Friedhof“ (Волковское кладбище), auf dem sich die Gräber vieler bekannter SchriftstellerInnen, KünstlerInnen und WissenschaftlerInnen befinden. Eine verwunschene, friedliche und geheimnisvolle Atmosphäre umgab uns, während wir die Ruhestätten von MusikerInnen, AutorInnen, SchauspielerInnen,… suchten.

Dann führte unser Spaziergang zur Isaak-Kathedrale (Исаакиевский Cобор). Selten sieht man ein solch prachtvolles Bauwerk, das einen so sehr in seinen Bann zieht. Anschließend wagten sich noch einige von uns auf die Kuppel der Kathedrale. Ein einzigartiger Rundblick über Petersburg ermöglichte es uns, die enorme Größe der Stadt wahrzunehmen. Sogar das Meer schien einem zum Greifen nahe. 










Blick auf das Stadtzentrum

Mittwoch, 29. Mai 2013

Am Mittwoch beendeten wir erfolgreich den Sprachkurs und bekamen unsere Zertifikate. Nach einer Stärkung besuchten wir einen Büchermarkt (Крупский рынок), wo wir die letzten Geschenke besorgen konnten. Danach fuhren alle nach Hause, da wir uns auf die Abreise nach Moskau vorbereiten mussten. Der Abschied am Bahnhof fiel sehr schwer. Tränen flossen und die letzten Umarmungen wurden gelöst…

Nach einer anstrengenden und kurzen Nacht in einem sowjetischen Zug, der bei einigen von uns einen Kulturschock auslöste, kämpften wir uns am Morgen in der Stoßzeit durch unglaubliche Menschenmengen, um mit der U-Bahn zu unserem Hostel zu gelangen. 











Im Nachtzug nach Moskau

Donnerstag, 30. Mai 2013

Zum Ausruhen war keine Zeit, wir stürzten uns gleich wieder ins U-Bahngeschehen, um zur Lomonossow-Universität zu fahren, die sich auf den Sperlingsbergen (Воробьёвы горы) befindet. Von dort bot sich uns ein traumhafter Panoramablick auf Moskau.












Lomonosow-Universität                                                  Blick auf Moskau

Mit dem Skilift, der üblicherweise den Skispringern zur Verfügung steht, gings bergab zum Fuße des Flusses „Moskwa“ (Москва).














Unser nächstes Ziel war das Kosmonautenmuseum (Музей космонавтов), vor dem sich ein Denkmal zu Ehren Gagarins (Гагарин) befindet, welcher der erste Mensch im Weltall war. 

Wenn man das Museum verlässt, fällt einem sofort die überdimensionale Skulptur „Arbeiter und Kolchosenbäuerin“ (Рабочий и колхозница) ins Auge. Dieses Kunstwerk von Vera Muchina krönte 1937 den sowjetischen Pavillon auf der Pariser Weltausstellung und befindet sich seit 2009 in Moskau. 










Abb. 35 Arbeiter und Kolchosenbäuerin

Gleich hinter dieser riesigen Statue befindet sich das Allrussische Ausstellungszentrum (ВДНХ), ein großes Gelände, auf dem die ehemaligen Sowjetstaaten und einzelne Regionen durch aufwändig gestaltete Pavillons vertreten waren. Dort wurden die Errungenschaften des Sozialismus zur Schau gestellt.












Brunnen im Zentrum des Ausstellungsgeländes






Hauptpavillon

Freitag, 31. Mai 2013

Frühmorgens spazierten wir los, am berühmten Bolshoij-Theater (Большой театр) und an der Lubjanka (Лубянка), dem ehemaligen Hauptquartier des KGB, vorbei.













Bolshoij-Theater                                                      Lubjanka

Danach besuchten wir den weltberühmten Kreml (Кремль). Der Rote Platz im Vordergrund (Красная площадь) scheint unendlich groß zu sein, die Kirchen im Kreml sind einzigartig.

Die Besichtigung der Basilius-Kathedrale (Храм Василия Влаженного)  fehlte natürlich auch nicht. Dort hatten wir das Glück, dass ein Männerchor altkirchenslawische Lieder sang. Dies beeindruckte manche von uns besonders.










Kreml, Roter Platz und Basilius-Kathedrale                       Kreml

Bevor wir zum Arbat (Арбат), einer bekannten Fußgängerzone im Zentrum Moskaus, spazierten, machten wir einen Abstecher in die Christus-Erlöser-Kathedrale (Храм Христа Спасителя), das zentrale Gotteshaus der Russisch-Orthodoxen Kirche. 













Christus- Erlöser-Kathedrale

Samstag, 1. Juni 2013

Am Samstag besuchten wir nur noch das Mausoleum Lenins (Мавзолей Ленина). Viele von uns bezweifeln bis heute, dass wir wirklich den echten Lenin (Ленин) gesehen haben. 













Lenin-Mausoleum

Dann begann auch schon die Heimreise, die längst nicht so anstrengend war wie die Reise von St. Petersburg nach Moskau. Viele waren traurig, das mystische Land zu verlassen, doch wir freuten uns auch schon, unsere Familien und Freunde wiederzusehen. Für viele von uns war das bestimmt nicht die letzte Russlandreise.

Die Russlandreise war ein unvergessliches Erlebnis. Oft wurden wir von den Eindrücken beinahe erschlagen. Wir sahen so viel Fremdes, das uns niemand mehr nehmen kann. Neue Freundschaften wurden geschlossen und alte gefestigt. Die Gruppengemeinschaft wurde immer stärker. Die Organisation war perfekt. Wir konnten ein uns unbekanntes Land genießen und brauchten uns vor nichts zu fürchten. Die Gastfamilien waren freundlich, zuvorkommend und bekochten uns mit russischen Köstlichkeiten.

Ein großes Dankeschön an unsere Lehrerinnen Frau Prof. Lerchner und Frau Prof. Gmeiner. Besonders an Frau Prof. Lerchner, die sich für jeden von uns einsetzte und sich um alle sorgte, als wären wir ihre Schwestern und Brüder. 

Die Schülerinnen und Schüler der Russischgruppe der 7A

Romreise 6AB 2013

veröffentlicht um 05.06.2013, 23:08 von Georg Haschek   [ aktualisiert: 06.06.2013, 00:46 ]

Vom 7.4.2013 bis zum 12.4.2013 besuchte die 6AB die Kulturstadt Rom. Nach dem, für manche ersten, Flug wurden wir mit dem Bus in unser Hotel gebracht. In den nächsten Tagen besichtigten wir monumentale Bauwerke aus verschiedenen Epochen wie das Kolosseum, den Petersdom und den Petersplatz, das Pantheon, den Trevibrunnen, die Engelsburg uvm. Das Forum Romanum und die Caracalla Thermen boten uns außerdem einen Einblick in das Leben in der Antike.

Die ganze Woche war interessant, wobei uns die sixtinische Kapelle, wo vor ein paar Wochen noch die Papstwahlen stattgefunden haben, in besonderer Erinnerung geblieben ist. 

Außerdem waren alle gut gelaunt und das Wetter war im Gegensatz zum verregneten Wien sonnig und warm.  

Marianne, Roxana 6B


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