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Die Vermessung der Schule – Miniprojekt Mathematik 5B

veröffentlicht um 18.03.2013, 07:54 von Georg Haschek   [ aktualisiert: 18.03.2013, 07:56 ]
Im Herbst kam die Verfilmung des Romans “Die Vermessung der Welt” in die Kinos. Im Deutschunterricht lasen wir, die 5B, das Original und nach dem Kinobesuch hieß es schließlich: Wir sollen selbst unsere Welt vermessen! Eine zufällig passende Kombination von Deutsch und unserem damaligen Thema in Mathematik: Sinus, Cosinus und Tangens. 

In der Theorie konnten wir nun also diverse Höhen mithilfe dieser Formeln berechnen. Die gestellte Aufgabe lautete, drei Dinge innerhalb des Schulgebäudes oder auf dem Schulgelände zu vermessen. Wie, wo und welche Objekte wurde dabei freigestellt. Ein paar Wochen später sollten die Ergebnisse präsentiert werden. 

Die verschiedenen Kleingruppen machten sich gemeinsam mit den Mathelehrern Prof. Kainz und Prof. Gamperl an die Arbeit. Einige gingen vor die Schule in die nähere Umgebung, dabei war allerdings starker Schneefall vielleicht ein Hindernis – und für den Rest definitiv abschreckend. Als Hilfsmittel waren Geodreiecke, Winkelmesser und ähnliches erlaubt. Eine vielgenützte Vorgehensweise war beispielsweise, die Höhe eines Objekts mithilfe eines Geodreiecks zu berechnen. Dabei hält man das Lineal so vor die Augen, dass es parallel zum Boden und mit der Spitze auf den obersten Punkt der Höhe zeigt. Anschließend misst man die eigene Entfernung zu dem Objekt sowie die Augenhöhe. Mithilfe dieser Größen kann man die Höhe anschließend recht einfach berechnen!

Nach einer Schulstunde mussten wir unsere Größen abgemessen haben und bis zur nächsten Stunde dann die Rechnung in ihrer Rohfassung vorlegen können. Schwierigkeiten konnten wir so herausfiltern und mit unseren Prof. Kainz und Prof. Gamperl kurz besprechen. Außerdem zeigten sich auf diese Weise solche „Problemchen“, wie die Messung einer Größe, die man gar nicht braucht, auf. 

Bei den abschließenden Präsentationen lernten wir dann noch die verschiedenen Messmethoden und Objekte der anderen Gruppen kennen, beispielsweise hatte eine Gruppe statt einem Geodreieck einen Laserpointer verwendet, dessen Strahl auf einen Spiegel gerichtet und von dort an den gewünschten Punkt reflektiert wurde. Gewählte Objekte waren neben Türen, Fenstern, Vorhängen und Fahnenstangen auch ein Eiszapfen über dem Schultor, der “wahrscheinlich eh schon weggeschmolzen ist” (Zitat Vicky Laws). 

Den meisten hat dieses “Mini-Projekt” jedenfalls sehr Spaß gemacht und was einigen ebenfalls sehr wichtig war: Endlich einmal eine praktische Anwendung von mathematischen Formeln!

Cathrin Fischer und Ferdinand Ullreich, 5B