Das Römerfest in Carnuntum, Juni 2014

veröffentlicht um 06.12.2014, 05:52 von Georg Haschek   [ aktualisiert: 06.12.2014, 05:52 ]
Carnuntum ist eine beeindruckende Stadt gewesen und ist heute ein ebenso beeindruckendes Freiluftmuseum. Aber einmal im Jahr erwacht dieser antike Ort zum Leben und das sollte keiner verpassen. 

Das Römerfest 

An einem Samstag im Juni haben wir Schüler uns schon früh am Morgen mit unserer Latein-Professorin Barbara Wodak auf den Weg gemacht. Unser Treffpunkt war Wien Mitte (Landstraße), wo wir, nachdem alle eingetroffen waren, in den Zug nach Petronell/Carnuntum eingestiegen sind. Wenn man den Zug verlässt, ahnt man noch nicht, dass in dieser kleinen Marktgemeinde mit nur 1200 Einwohnern ein riesiger archäologischer Park liegt. Allerdings sind uns auf dem Weg zur Ausgrabungsstätte schon ein paar Römer begegnet oder besser gesagt ein paar Männer, die sich anlässlich des Römerfests verkleidet hatten. Woraus ich schließe, dass es keine Römer waren? Abgesehen von den historischen Gründen konnten sie nicht einmal ein bisschen Latein. Zumindest glaube ich das, weil sie mein "Salve!" mit einem verdutzten Gesichtsausdruck beantworteten oder es gleich ganz ignorierten.

Im Park angekommen war es atemberaubend. Während römische und keltische Händler an Bücher-, Töpfer- und Schmuckständen ihre Waren anpriesen, gab es die Möglichkeit römische Brettspiele und Gewänder auszuprobieren. Man konnte auch Gladiatorentrachten anziehen. Weitere Programmpunkte waren eine Modenschau, das Waffentraining, die Reiterei, römische Opferriten und eine Hochzeitszermonie. Das Legionärslager war auch nicht zu verachten. Zahlreiche Zelt waren aufgebaut, vor denen Soldaten patrouillierten. Natürlich machte uns das alles sehr erschöpft und hungrig, aber auch dafür war vorgesorgt. Römisches Essen gab es zu Genüge. 

Dennoch machten wir uns schließlich auf den Heimweg. Es wird uns in großartiger Erinnerung bleiben, aber vielleicht müssen wir ja unsere Erinnerung nächstes Jahr wieder auffrischen...