Philosophieolympiade 2018 – 4. Platz für Josefa Riedl beim Landeswettbewerb!

veröffentlicht um 26.02.2018, 06:31 von Georg Haschek   [ aktualisiert: 26.02.2018, 06:32 ]
29 Schüler/innen aus dem BG 18 verfassten Essays für die Philosophieolympiade 2017! 

Die Texte von Josefa Riedl, Valerija Delic und Magdalena Massauer wurden für den Wiener Landeswettbewerb nominiert. Josefa Riedl errang mit ihrem Essay zu einem Zitat von Byung-Chul Han den hervorragenden vierten Platz! Sie wird als eine von vier Schüler/innen Wien beim Bundeswettbewerb der Philosophieolympiade in Salzburg vertreten.

Wir freuen uns über die ausgezeichneten Leistungen unserer Schüler/innen und gratulieren Josefa herzlich zum 4. Platz! 
Magdalena Massauer, Josefa Riedl und Valerija Delic (mit ihrer Philosophielehrerin Rosa Scheuringer)

Themen 2018

Die Schüler/innen verfassten einen philosophischen Essay zu einem der folgenden Themen:

1. Es gibt keinen vorgezeichneten Weg, der den Menschen zu seiner Rettung führt; er muss sich seinen Weg unablässig neu erfinden. Aber er ist frei, ihn zu erfinden, er ist verantwortlich, ohne Entschuldigung, und seine ganze Hoffnung liegt allein in ihm. 
Sartre im Interview mit Christian Grisoli: „Entretien avec Jean-Paul Sartre“, Paru 13, Dez. 1945, S. 5-10 

2. Die Religion ist der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüt einer herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zustände ist. Sie ist das Opium des Volks. 
Karl Marx: Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie. MEW [Marx-Engels-Werke], 1, S. 378 

3. Der Terror des Gleichen erfasst heute alle Lebensbereiche. Man fährt überallhin, ohne eine Erfahrung zu machen. Man nimmt Kenntnis von allem, ohne zu einer Erkenntnis zu gelangen. Man häuft Informationen und Daten an, ohne Wissen zu erlangen. Man giert nach Erlebnissen und Erregungen, in denen man aber sich immer gleich bleibt. Man akkumuliert Friends und Follower, ohne je einem Anderen zu begegnen. Soziale Medien stellen eine absolute Schwundstufe des 
Sozialen dar. 
Byung-Chul Han: Die Austreibung des Anderen. Gesellschaft, Wahrnehmung und Kommunikation heute. Frankfurt/Main, 2016, S. 9 

4. Wer von der Natur begünstigt ist, sei es, wer es wolle, der darf sich der Früchte nur so weit freuen, wie das auch die Lage der Benachteiligten verbessert. […] Niemand hat seine besseren natürlichen Fähigkeiten oder einen besseren Startplatz in der Gesellschaft verdient. Doch das ist natürlich kein Grund, diese Unterschiede zu übersehen oder gar zu beseitigen. Vielmehr lässt sich die Grundstruktur so gestalten, dass diese Zufälle auch den am wenigsten Begünstigten zugute kommen. 
John Rawls, Eine Theorie der Gerechtigkeit, Frankfurt/Main 1990 S. 122