Philosophieolympiade 2016

veröffentlicht um 19.02.2016, 16:17 von Georg Haschek   [ aktualisiert: 19.02.2016, 16:18 ]
Die Schüler/innen der 8B verfassten philosophische Essays. Drei hervorragende Arbeiten wurden für den Landeswettbewerb der Philosophieolympiade eingereicht. Alden Weiss erreichte den 10. Platz, Robin Haid den 12. Platz, Ferdinand Ullreich erhielt einen Anerkennungspreis.

Wir gratulieren herzlich zu dieser großartigen Leistung!
Rosa Scheuringer

Die Philosophen: Robin Haid und Ferdinand Ullreich beim Preiverleihungsworkshop im Wiedner Gymnasium am 19. Februar 2016

Die Themen

Wenn man [...] die wichtige Rolle betrachtet, welche die Geschlechtsliebe in allen ihren Abstufungen und Nuancen, nicht bloß in Schauspielen und Romanen, sondern auch in der wirklichen Welt spielt, [...] da wird man veranlasst auszurufen: Wozu der Lärm? Wozu das Drängen, Toben, die Angst und die Not? Es handelt sich ja bloß darum, dass jeder Hans seine Grete finde: weshalb sollte eine solche Kleinigkeit eine so wichtige Rolle spielen und unaufhörlich Störung und Verwirrung in das wohlgeregelte Menschenleben bringen? 
Arthur Schopenhauer: Die Welt als Wille und Vorstellung

Der erste, der ein Stück Land mit einem Zaun umgab und auf den Gedanken kam zu sagen „Dies gehört mir“ und der Leute fand, die einfältig genug waren, ihm zu glauben, war der eigentliche Begründer der bürgerlichen Gesellschaft. Wie viele Verbrechen, Kriege, Morde, wie viel Elend und Schrecken wäre dem Menschengeschlecht erspart geblieben, wenn jemand die Pfähle ausgerissen und seinen Mitmenschen zugerufen hätte: „Hütet euch, dem Betrüger Glauben zu schenken; ihr seid verloren, wenn ihr vergesst, dass zwar die Früchte allen, aber die Erde niemandem gehört“.
Jean-Jacques Rousseau: Diskurs über die Ungleichheit 

Selbst die besten Regierungen dürften es als leichter empfinden, unmündige und passive Untertanen statt aktive Bürger zu regieren. Man könnte hier geradezu von institutioneller Faulheit sprechen. 
Susan Neiman: Warum erwachsen werden? Eine philosophische Ermutigung.

Exaktheit und Gewissheit sind falsche Ideale. Sie sind unerreichbar und deshalb höchst irreführend, wenn man sich an ihnen unkritisch orientiert. Das Streben nach Exaktheit entspricht dem Streben nach Gewissheit; und auf beides sollte man verzichten.
Karl Popper: Ausgangspunkte. Meine intellektuelle Entwicklung