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Kollegsystem

KOLLEGSYSTEM AM BG 18
vom SGA beschlossene Regelungen
Stand: 6.4.2017

Vorbemerkungen:
Im Kollegsystem übernehmen die SchülerInnen verstärkt die Verantwortung für den eigenen Lern- und Arbeitsprozess. Alle in den Schulgesetzen und der Hausordnung festgelegten Rechte und Pflichten der SchülerInnen und LehrerInnen bleiben in diesem schulautonom festgelegten System erhalten, somit auch die Pflicht zum regelmäßigen Besuch des Unterrichts. Die SchülerInnen und LehrerInnen sind verpflichtet, die nachfolgenden Regelungen anzuerkennen und danach zu handeln.

Das Fehlen im Rahmen des definierten Fehlstundenkontingents ist von den LehrerInnen nicht als „Ausnutzen“ eines Systems anzusehen, sondern es steht den einzelnen SchülerInnen laut System zu und liegt in deren Verantwortlichkeit. Das Fehlstundenkontingent bedeutet aber auch nicht, dass SchülerInnen sich zum Ziel setzen sollen, Unterricht in diesem Ausmaß tatsächlich zu versäumen.

Das Fehlstundenkontingent beträgt 20% der in jedem Fach vorgesehenen Stunden und bedeutet:

... für die 7. Klassen:
1 stündig unterrichtetes Fach 6 Stunden
2 stündig unterrichtetes Fach 12 Stunden
3 stündig unterrichtetes Fach 18 Stunden

... für die 8.Klassen:
1 stündig unterrichtetes Fach 5 Stunden
2 stündig unterrichtetes Fach 9 Stunden
3 stündig unterrichtetes Fach 14 Stunden

Die Kompetenzwoche wird bei der Berechnung ausgelassen. In der Kompetenzwoche besteht grundsätzlich eine 80%ige Anwesenheitspflicht (entsprechend dem Programm der Kompetenzwoche). Bei höherer Abwesenheit in der Kompetenzwoche sind die Fehlstunden durch soziale Aktivitäten im Rahmen der Schulgemeinschaft zu kompensieren.

Regelung für Bewegung und Sport:
  • Das Fehlstundenkontingent in Turnen wird auf 8 Doppelstunden (entspricht 30%) erhöht.
  • Es besteht weiterhin (wie in der 1.-7. Klasse auch schon) die Möglichkeit der „Schonung“ (Mitturnen nur bei leichten Übungen) und des „Zuschauens“ (ev. sichern,...) - in Absprache mit TurnlehrerIn. Diese Zeit wird als anwesend gerechnet.
  • Turnbefreiungen erfolgen bei längerer Turnunfähigkeit im üblichen Maße durch die Schulärztin. Das erlaubte Fehlkontingent von 30% berechnet sich dann aber von den verbleibenden Turnstunden außerhalb der Befreiung (= Jahresstunden minus Stunden der Turnbefreiung). Sollten dadurch allerdings zu wenige besuchte Sportstunden bleiben, sind zu einer gesicherten Beurteilung Prüfungen gemäß LBVO vorgesehen. Diese liegen im Ermessen der LehrerInnen und sind im Einzelfall abzuklären. Umfasst die Turnbefreiung den überwiegenden Teil des Schuljahres, ist gemäß LBVO im Zeugnis das Kalkül „befreit“ zu geben (wie auch in allen andere Schulstufen).
Die Eintragung der Absenzen im Klassenbuch entfällt. Die LehrerInnen führen eigene Listen.
Als anwesend wird eine Stunde nur dann gerechnet, wenn der/die Schüler/in nicht zu spät (d.h. nach der Lehrperson) kommt und die Stunde nicht vorzeitig verlässt.

Entschuldigt und somit nicht ins Fehlstundenkontingent zu zählen sind Absenzen aus folgenden Gründen:
  • Stellungsbefehl bei den Burschen
  • Besprechungen in der Direktion mit Zeitbestätigung
  • Dringendes beratendes Gespräch in der Sprechstunde von LehrerInnen mit Zeitbestätigung (kann bei Missbrauch auch verweigert werden)
  • Konsultation der Schulärztin
  • bei über zwei Tage dauernder Krankheit die Absenzen ab dem dritten Tag, wenn der/die Schüler/in bis spätestens eine Woche nach Rückkehr in die Schule den LehrerInnen eine ärztliche Bestätigung vorlegt
  • Nachschularbeiten
  • Teilnahme an einer anderen Schulveranstaltung (z.B. Lehrausgang)
  • bei SchülervertreterInnen - Tätigkeiten in Ausübung ihrer Funktion mit Zeitbestätigung. Dazu zählt auch die Teilnahme am Schülerparlament (bis maximal fünfmal im Schuljahr), sofern keine angekündigten Leistungsüberprüfungen stattfinden und die Beurteilung gesichert ist.
Darüber hinaus kann die Direktorin in begründeten Ausnahmesituationen (z.B. chronische Krankheiten) zu entschuldigende Freistellungen verfügen. Die entsprechende Vereinbarung ist jedenfalls schriftlich festzuhalten.

Die SchülerInnen müssen in allen Fällen den Stoff versäumter Unterrichtsstunden so bald wie möglich selbstständig nachholen sowie in diesen Stunden gestellte Aufgaben erledigen.

Kurzfristige Supplierungen entfallen. Es kann aber sein, dass eine sinnvolle Supplierung am Vortag angekündigt wird. Versäumt ein/e Schüler/in diese Supplierstunde, ist die Absenz ins Kontingent des tatsächlich unterrichteten (d.h. supplierten) Faches zu zählen.

SchülerInnen, die keinen Unterricht besuchen, dürfen das Schulhaus verlassen oder sich in der Klasse, sofern diese frei ist, oder im „Wohnzimmer“ aufhalten, ohne den übrigen Unterricht zu stören.

Bei angekündigten Leistungsüberprüfungen (Schularbeiten, Tests, Prüfungen etc.) und schriftlich vereinbarten1 Referaten / Präsentationen ist die Anwesenheit verpflichtend. Beim Versäumen von Tests, Prüfungen und Referaten muss der/die Schüler/in damit rechnen, diese ohne vorherige Ankündigung in der nächsten Stunde nachzuholen. Bei Schularbeiten ist ein Termin für die Nachschularbeit zu vereinbaren.

Wird das erlaubte Fehlstundenkontingent überschritten, wird auf alle Fälle eine mündliche Prüfung über ein vereinbartes Stoffgebiet angesetzt.

Nach einer wegen Überschreitung des Kontingents abgelegten Prüfung in einem Gegenstand gilt folgende weitere Vorgangsweise: Eine weitere Prüfung wird jeweils erst dann notwendig, wenn bei der/dem betreffenden SchülerIn in diesem Fach weitere Fehlstunden im Ausmaß der Wochenstundenzahl einer (=Zahlwort) Woche des jeweiligen Faches angefallen sind.

Ist eine gesicherte Beurteilung so dennoch nicht möglich, wird eine Feststellungsprüfung angesetzt. Kommt es nach dieser Prüfung zu neuerlichen Fehlstunden, so werden in Absprache mit dem Klassenvorstand und der Direktion weitere Maßnahmen festgesetzt. Diese können sein:
  •  Aussetzen des Kollegsystems für den Schüler (d.h. ab sofort Anwesenheitspflicht des Schülers in allen Fächern) bei einem Fehlstundenkontingent von über 30%;
  •  Anberaumung von (wiederholten) Prüfungen über den versäumten Schulstoff bei einem Fehlstundenkontingent von über 40%;
  •  Androhung des Ausschlusses bei einem Fehlstundenkontingent von über 50%.

1)z.B. durch Aushang der Termine in der Klasse
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Georg Haschek,
21.09.2017, 07:10