Angebote‎ > ‎

Kollegsystem

Vorbemerkungen

Im Kollegsystem am BG18 (Stand: 07.06.2011) übernehmen die SchülerInnen verstärkt die Verantwortung für den eigenen Lern- und Arbeitsprozess. Alle in den Schulgesetzen und der Hausordnung festgelegten Rechte und Pflichten der SchülerInnen und LehrerInnen bleiben in diesem schulautonom festgelegten System erhalten, somit auch die Pflicht zum regelmäßigen Besuch des Unterrichts. Die SchülerInnen und LehrerInnen sind verpflichtet, die nachfolgenden Regelungen anzuerkennen und danach zu handeln. [1]

Das Fehlstundenkontingent beträgt 20% der in jedem Fach vorgesehenen Stunden und berechnet sich wie folgt: 

Der jährliche Schulkalender sieht folgende unterrichtsfreien Wochen vor: 

Sommer (Juli, August)9 Wochen 
Weihnachten2 Wochen
Semester1 Woche
Ostern und Pfingsten2 Wochen
Diverse Feiertage, schulautonome Tage und mehrtägige Schulveranstaltungen3 Wochen

Dies ergibt eine unterrichtsfreie Zeit von rund 17 Wochen bzw. für das ganze Jahr unterrichtete Klassen (7.Klasse) eine Unterrichtszeit von 52 - 17 = 35 Wochen; für die 8.Klassen entsprechend weniger, abhängig vom jeweiligen Maturatermin. Berechnung des Fehlstundenkontingents für die 7. Klassen: 

1 stündig unterrichtetes Fach 20% von 35 = 7 Stunden
2 stündig unterrichtetes Fach 20% von 70 = 14 Stunden
3 stündig unterrichtetes Fach 20% von 105 = 21 Stunden

Die Berechnung des Fehlstundenkontingents für die 8.Klassen erfolgt analog, allerdings unter Berücksichtigung der geringeren Anzahl von Unterrichtswochen aufgrund des Maturatermins. Basis sind daher nicht 35 Wochen sondern 35 vermindert um die Anzahl der vollen Wochen zwischen dem letzten Schultag der 8.Klassen und dem allgemeinen Schulschlusstag.

Für das Schuljahr 2011/12 bedeutet dies bei Start der Matura am 4.5.2012:
Unterrichtswochen: 35 minus 8 = 27 Wochen, damit Fehlstundenkontingent:
1 stündig unterrichtetes Fach 20% von 27 = 5 Stunden
2 stündig unterrichtetes Fach 20% von 54 = 10 Stunden
3 stündig unterrichtetes Fach 20% von 81 = 16 Stunden

Die Kompetenz­woche wird bei der Berechnung ausgelassen. In der Kompetenzwoche besteht grundsätzlich eine 80%ige Anwesenheitspflicht (entsprechend dem Programm der Kompetenzwoche). Bei höherer Abwesenheit in der Kompetenzwoche sind die Fehlstunden durch soziale Aktivitäten im Rahmen der Schulgemeinschaft zu kompensieren.

Die Eintragung der Absenzen im Klassenbuch entfällt. Die LehrerInnen führen eigene Listen. Als anwesend wird eine Stunde nur dann gerechnet, wenn der/die Schüler/in nicht zu spät (d.h. nach der Lehrperson) kommt und die Stunde nicht vorzeitig verlässt.

Entschuldigt und somit nicht ins Fehlstundenkontingent zu zählen sind Absenzen aus folgen­den Gründen: 

  • Stellungsbefehl bei den Burschen 
  • Besprechungen in der Direktion 
  • Konsultation der Schulärztin 
  • bei über zwei Tage dauernder Krankheit die Absenzen ab dem dritten Tag, wenn der/die Schüler/in bis spätestens eine Woche nach Rückkehr in die Schule den LehrerInnen eine ärztliche Bestätigung vorlegt 
  • Nachschularbeiten 
  • Teilnahme an einer anderen Schulveranstaltung (z.B. Lehrausgang) 
  • bei SchülervertreterInnen - Tätigkeiten in Ausübung ihrer Funktion 

Darüber hinaus kann die Direktion in begründeten Ausnahmesituationen (z.B. chronische Krank­heiten) zu entschuldigende Freistellungen verfügen. Die entsprechende Vereinbarung ist jeden­falls schriftlich festzuhalten.

Die SchülerInnen müssen in allen Fällen den Stoff versäumter Unterrichtsstunden so bald wie möglich selbstständig nachholen sowie in diesen Stunden gestellte Aufgaben erledigen.

Kurzfristige Supplierungen entfallen. Es kann aber sein, dass eine sinnvolle Supplierung am Vortag angekündigt wird. Versäumt ein/e Schüler/in diese Supplierstunde, ist die Absenz ins Kon­tin­gent des tatsächlich unterrichteten (d.h. supplierten) Faches zu zählen.

SchülerInnen, die keinen Unterricht besuchen, dürfen das Schulhaus verlassen oder sich in der Klasse, sofern diese frei ist, oder im „Wohnzimmer“ aufhalten, ohne den übrigen Unterricht zu stören.

Bei angekündigten Leistungsüberprüfungen (Schularbeiten, Tests, Prüfungen etc.) und schriftlich vereinbarten[1] Referaten / Präsentationen ist die Anwesenheit verpflichtend. Beim Versäumen von Tests, Prüfungen und Referaten muss der/die Schüler/in damit rechnen, diese ohne vorherige Ankündigung in der nächsten Stunde nachzuholen. Bei Schularbeiten ist ein Termin für die Nachschularbeit zu vereinbaren.

Wird das erlaubte Fehlstundenkontingent überschritten, wird auf alle Fälle eine mündliche Prüfung über ein vereinbartes Stoffgebiet angesetzt. Ist eine gesicherte Beurteilung so dennoch nicht möglich, wird eine Feststellungsprüfung angesetzt. Kommt es nach dieser Prüfung zu neuerlichen Fehlstunden, so werden in Absprache mit dem Klassenvorstand und der Direktion weitere Maßnahmen festgesetzt. Diese können sein:

  • Aussetzen des Kollegsystems für den Schüler (d.h. ab sofort Anwesenheitspflicht des Schülers in allen Fächern) bei einem Fehlstundenkontingent von über 30%; 
  • Anberaumung von (wiederholten) Prüfungen über den versäumten Schulstoff bei einem Fehlstundenkontingent von über 40%; 
  • Androhung des Ausschlusses bei einem Fehlstundenkontingent von über 50%. 


[1] Das Fehlen im Rahmen des definierten Fehlstundenkontingents ist von den LehrerInnen nicht als „Ausnutzen“ eines Systems anzusehen, sondern es steht den einzelnen SchülerInnen laut System zu und liegt in deren Verantwortlichkeit. Das Fehlstundenkontingent bedeutet aber auch nicht, dass SchülerInnen sich zum Ziel setzen sollen, Unterricht in diesem Ausmaß tatsächlich zu versäumen.

[2] z.B. durch Aushang der Termine in der Klasse

Ċ
Georg Haschek,
14.09.2016, 14:03